Am Ostersamstag bei den Querdenkern in Stuttgart

Schon als sich die Demo-Teilnehmer zwischen 11 u. 12 Uhr auf dem Marienplatz sammelten, trug keiner eine Maske oder hielt sich an Abstände. Es war von Anfang an absehbar, daß die Einhaltung dieser Vorgaben nicht beabsichtigt war und die Polizei auch nicht vor hatte diesbezüglich Druck auszuüben.
So blieb es bis zum Ende und das war gut so. Wer für die Zurückhaltung der Exekutive verantwortlich war, darüber läßt sich nur mutmaßen. Innenminister Thomas Strobl (CDU) oder Kretschmann (Grüne) oder der oberste Polizeichef von Stuttgart? Letzterer wahrscheinlich am allerwenigsten, weil er den Posten eines Befehlsempfängers innehat.

So bleibt anzunehmen, daß die entscheidenden Einflußnahmen von der Politik kamen, entweder um unschöne Exzesse wie in Kassel am 20. März zu vermeiden oder weil man sowohl die Popularität der Querdenker-Bewegung erkannt hat als auch den Umstand, daß sich dort keine Extremisten tummeln, sondern überwiegend stinknormale, besorgte Bürger, welche für das Grundgesetz einstehen und deren Protest, in einem demokratischen Rechtsstaat, formal berechtigt ist.
Daß solche Einsichten bei gewissen Hardlinern in der Regierung und deren Erfüllungsgehilfen beim gleichgeschalteten Staatsfunk noch nicht angekommen sind, darf nicht verwundern.

Manne Lucha (Grüne), der Gesundheitsminister von B-W, will alles dafür tun, daß sich solche Demonstrationen nicht wiederholen und versteigert sich sogar in die Behauptung, daß es den Demonstranten darum gegangen sei die demokratische Grundordnung zu stören.
Offensichtlich eine böswillige Verdrehung der Tatsachen, denn der Veranstalter, Michael Ballweg, betonte in seiner Eröffnungsrede ausdrücklich, daß es seiner Querdenker-Bewegung vorrangig um die Aufrechterhaltung und Verteidigung unserer Grundrechte geht.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Berichterstattung der ARD, vertreten durch Thomas Denzel, ein wahrer Held, der im Vuvuzela-Gewitter aufgebrachter Demonstranten tapfer aushielt.
Natürlich wurde vom Interviewer der Tagesschau nicht versäumt mit beflissener Professionalität nach den „Extremisten aus dem rechten Lager“ zu fragen und Frontmann Thomas Denzel lieferte pflichtschuldig das Gewünschte (ab Min 2:40).

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-845301.html

Er hat sie gesehen, weiß aber nichts Genaues. Hört-hört!

Geschickt werden Suggestion und Desinformation, unverzichtbare Zutaten aus der Trickkiste des manipulativen Haltungsjournalismus, miteinander verwoben, um den unbeteiligten Zuschauern, fernab zuhause an den Bildschirmen, den Eindruck zu vermitteln, daß bei den Querdenkern braune Finsterlinge mitmischen.

Aber es kommt noch dicker, denn Thomas Denzel muß seine Live-Schaltung unfreiwillig abbrechen, um sich in Sicherheit zu bringen, denn angeblich werden Steine auf ihn oder sein Team geworfen. Angeblich deshalb, weil es doch verwundert, daß sich der Kameramann in diesem Moment der Bedrohung nicht einfach umdreht, um diesen übergriffigen und verabscheuungswürdigen Akt gegen die Vertreter der Pressefreiheit filmisch festzuhalten und beweiskräftig zu sichern.

Da heutzutage fast alle öffentlichen Geschehnisse von Handybesitzern gefilmt werden, gibt es pikanterweise auch für dieses Interview eine andere, sehr aufschlußreiche Perspektive, welche die Bedrohlichkeit der Situation in einem anderen Licht erscheinen läßt.

Offenbar verhält es sich hier ähnlich wie bei den Hetzjagden von Chemnitz oder den vielen Reichskriegsflaggen, die beim Sturm auf den Reichstag geschwenkt wurden. Beides Halluzinationen aus Phantasialand, bei denen die offizielle Berichterstattung der Staatsfunker hauptsächlich eine gezielte Skandalisierung bezweckte und weniger die sachliche Information der Öffentlichkeit.

Wir berichteten darüber:
https://buergerprotestspeyer.de/2020/09/08/der-sturm-auf-den-reichstag-oder-die-stunde-der-heuchler-und-dummschwaetzer/

Oder

Nun, der Zweck heiligt bekanntermaßen die Mittel und wurde auch diesmal wieder erreicht, denn die vorhersagbaren Twitter-Stellungnahmen seitens der üblichen Senf-Dazu-Geber aus dem politischen Showbusiness ließen nicht lange auf sich warten.

Z.B. forderte Außenminister Maas unverzüglich, daß diese Angriffe auf die Pressefreiheit verfolgt und geahndet werden müssen. Sofern sie überhaupt stattgefunden haben, wohlgemerkt. Außerdem entbehren solche Forderungen aus dem Munde des Heiko „Mittel“-Maas nicht einer gewissen Süffisanz, denn er war die treibende Kraft, als während seiner Amtszeit als Justizminister das Netzwerkdurchsetzungsgesetz beschlossen wurde. Ein Gesetz, welches die freie Meinungsäußerung im Netz der Zensur der Internetgiganten unterwirft und rigoros eingeschränkt.

Es bleibt zu hoffen, daß die Querdenker-Bewegung ihren Schwung behält und ihre Anhängerschaft noch ausbauen kann, trotz aller Anfeindungen seitens des politisch-medialen Komplexes.

Bilderstrecke von der Demo am 3.4.2021 in Stuttgart:


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