Der größte Lump im ganzen Land…

…ist und bleibt der Denunziant. Ein neuer Volkssport greift seit geraumer Zeit im Lande um sich: Das Denunziantentum erlebt eine neue Blüte als Ausdruck gesellschaftlichen Engagements seitens der Aktivisten der sog. Zivilgesellschaft.
Aus unserer, offiziell nur als dunkel beschriebenen, Vergangenheit kennen wir in dieser Funktion den Blockwart und den Stasi IM, aber die Wurzeln dieser schäbigen Charaktereigenschaft scheinen im deutschen Volk tiefer zu liegen, denn sie wurden schon Mitte des 19ten Jahrhunderts von Eduard Prutz in Gedichtform verewigt:

„Hütet euch vor Liberalen, die bei schwelgerischen Mahlen
und gefüllten Festpokalen, Turm der Freiheit sich genannt,
aber dann für einen Titel, Zensor werden oder Büttel
oder gar ein Denunziant.“

Heutzutage, wo verwirrende, sich teils überkreuzende Frontlinien die Gesellschaft in mannigfaltiger Weise spalten, steht das Denunziantentum wieder hoch im Kurs und wird von der Obrigkeit gefördert, denn es ist Bestandteil einer Strategie die mittels des Prinzips „teile und herrsche“ zum Machterhalt beiträgt.
Krassestes Beispiel ist ein vom Bundesamt für Verfassungsschutz eingerichtetes „Hinweistelefon Rechtsextremismus“, wo man seine Mitmenschen anonym denunzieren kann.
Zuerst eingerichtet wurde solch ein heißer Draht für passionierte Denunzianten*innen von der rot-grünen Regierung in Baden-Württemberg, nachdem die GRÜNEN 2011 erstmalig die Dominanz der CDU gebrochen hatten.
Auf betrieblicher Ebene wurde schon vor geraumer Zeit das Compliance-Management eingeführt, um die Mitarbeiter im Sinne des politisch-korrekten Wertekanons auf Kurs zu halten.
Wir berichteten darüber:
https://buergerprotestspeyer.de/2019/10/20/heute-beim-erklaer-baer-was-ist-ein-compliance-officer/

Abseits dieser staatlichen und auf betrieblicher Ebene institutionalisierten Denunziantenförderung geben sich Privatpersonen gerne dieser Leidenschaft hin, indem sie, überzeugt von der positiven Bedeutung ihres Wächteramtes, Mitteilungen an Zeitungsredaktionen machen. Schriftlich oder mündlich aber vor allem anonym.
Dort freut man sich über solche Mitteilungen und gewährt bereitwillig unter Verweis auf die Verpflichtung zum Quellenschutz die gewünschte Anonymität, denn so ermuntert man die Zuträger*innen auch fürderhin dazu, seine Mitmenschen anzuschwärzen und außerdem erhöht es das Leserinteresse, wenn jemand öffentlich zu Recht oder Unrecht öffentlich an den Pranger gestellt und pars pro toto abgestraft wird.

Die wichtigen, kontroversen, gesellschaftlichen Themen und Probleme haben sich in der Merkel-Herrschaft vervielfacht und zwangsläufig auch Art und Umfang derer, die aus dem politisch korrekten Meinungskorridor ausscheren und nun zur modernen Hexenjagd freigegeben sind.

Waren es früher fast ausschließlich nur Rechte, also sog. Nazis bzw. Faschisten, so hat sich das Spektrum der Meinungsabweichler, an denen sich die Büttel*innen der Zivilgesellschaft abarbeiten stark erweitert. Als da sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Wertung ihrer Legitimität:

  • Euro-Gegner, welche die Auswüchse der Schuldenvergemeinschaftung in der Euro-Zone kritisieren.
  • Prepper, die einen allgemeinen Zusammenbruch befürchten und sich deshalb mit Eßbarem und Hilfsmitteln für ein Leben in der Wildnis eindecken, um im Ernstfall zu überleben.
  • Klimaleugner, die bezweifeln, daß das vom Menschen erzeugte CO2 maßgeblich für den Klimawandel ist.
  • Islamophobe, die befürchten, daß die ungebremste Masseneinwanderung kulturfremder Muslime dauerhafte, negative Auswirkungen zeitigt.
  • Sog. Reichsbürger, die bezweifeln, daß die BRD ein souveräner Staat ist und lieber ihr eigenes Süppchen kochen würden.
  • Rassisten, die ungebührliche Bezeichnungen wie Neger, Mohrenkopf oder Zigeunerschnitzel in den Mund nehmen und sich nicht auf Befehl von BLM-Aktivisten niederknien.
  • Sexisten, die Frauen und Mädchen auf Körperteile schielen, weil diese in aufreizender Weise nur andeutungsweise verhüllt sind und im Extremfall zotige Kommentare abgeben.
  • Fremdenfeinde, die angesichts steigender Gewalt-, Drogen- und Clankriminalität und überlasteter Sozialsysteme, starke Zweifel äußern, daß die illegale Massenzuwanderung eine echte und ausschließliche Bereicherung des Gastgeberlandes darstellt.
  • Verschwörungstheoretiker, die global agierende Milliardäre und Nicht-Regierungs-Organisationen beobachten und anhand von Indizien schließen, daß deren Einflußnahme auf die Politik wirksamer ist als die der nationalen Parlamente.

Als Neuling in dieser bunten und vielfältigen Menagerie der abtrünnigen Meinungsinhaber und Zweifler dürfen wir seit März 2020den Coronaleugner, bzw. in gendergerechter Sprache, die Corona-Leugnerin begrüßen.
Er/Sie leugnet zwar nicht die Existenz von Coronaviren, sondern zweifelt daran, daß es sich bei dieser ansteckenden Krankheit um eine schlimme Pandemie handelt, deren Ausmaße die strengen, oft unsinnigen Maßnahmen des Corona-Notstandsregimes und alle damit einhergehenden Folgen rechtfertigt. Mit dieser Meinung äußert man Kritik an der Regierung und gerät zwangsläufig in den Focus der allgegenwärtigen Büttel und Gesinnungswächter.

Aktuell wurde eine Ärztin von einem anonymen Briefeschreiber namens „kategorischer Imperativ“ als Corona-Leugnerin denunziert, um sie bei ihrem Arbeitgeber, dem Diakonissenkrankenhaus, zu diskreditieren.
https://www.speyer-kurier.de/kuriere/gesundheits-kurier/artikel/anaesthesistin-des-diakonissen-krankenhaus-speyer-als-querdenken-sprecherin-ua/

Als Helfershelfer und öffentlichkeitswirksamer Katalysator betätigt sich mal wieder der Speyer-Kurier, eine Internetpostille, die uns schon einschlägig bekannt ist, weil sie in der Vergangenheit verleumderische Dossiers über unsere Wählergruppe verbreitet hat.

Wir stellen fest: Wie der Hehler zum Stehler gehört, so gesellen sich zum/zur feigen, anonymen Denunzianten*in, die links-grünen Haltungsjournalisten*innen der Mainstream-Presse.
Eigentlich eine widerwärtige Symbiose, hierzulande leider alltäglich.


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