Dreck-weg-Tag 2020 in Speyer – eine Nachlese

Beim letztjährigen Dreck-weg-Tag  stellte die Speyerer OBin Seiler in ihrer Dankesrede  fest, daß es ein besonderes Problemgebiet in Speyer gebe, nämlich die Joachim-Becher-Straße, insbesondere die südlich der Einfahrt zur Haltermann-Raffinerie gelegene Region.

Dieses Gebiet wurde letztes Jahr unserer Wählergruppe zugeteilt. Mit knapp 10 Helfern füllten wir insgesamt über 40 Müll-und Glassäcke, ohne daß ein nennenswerter Erfolg sichtbar gewesen wäre. 

Bei ihrer gestrigen Ansprache in der Walderholung wurde dieses besondere Problemgebiet von unserer OBin nicht mehr erwähnt. Das könnte zwei Gründe haben:

  1. Man hält das Problem für gelöst, denn entlang der Straße, wo früher die LKWs parkten und die Fahrer sprichwörtlich  alle Hinterlassenschaften, einschließlich Verpackungsmüll, Lebensmittelresten und Darmentleerungen, die sich  während Fahrt und Wartezeit angesammelt hatten, im angrenzenden Gebüsch entsorgten, war eine Leitplanke errichtet worden.
    Die LKW können nun nicht mehr  parallel zur Straße parken, sondern müssen auf den Parkplatz der Haltermann-Raffinerie oder anderswohin, sollten sie gezwungen sein, das Wochenende  hier wartend zu verbringen.
    Aus unserer gestrigen Erfahrung wissen wir zu berichten, daß das Problem keinesfalls gelöst ist. Die LKW Fahrer und wahrscheinlich auch Speyerer Müllschweine werfen ihren Unrat einfach über die Leitplanke, so daß der mit Gebüsch bestandene Streifen entlang der Straße nach wie vor einer wilden Müllkippe gleicht, wo sich der Unrat in drei Schichten stapelt, einschließlich ekelhafter Exkremente.
    Sollte dies der Stadtverwaltung nicht bekannt sein, so werden wir von der Wählergruppe vorsorglich schriftlich darauf aufmerksam machen, sind aber auch gerne bereit mit dem Stadtvorstand eine Besichtigung vor Ort vorzunehmen.
    Vielleicht  ist es der Stadtverwaltung aber schon bekannt und man wendet eine in der Politik gängige und beliebte Lösungsmethode an, die darin besteht, daß man die Probleme einfach verschweigt und verdrängt. 
  2. Unserer Wählergruppe wurde dieses Müllsammelgebiet nun zum zweiten Mal zugeteilt, obwohl wir um ein anderes Sammelgebiet gebeten bzw.  um zahlreiche Unterstützung nachgefragt hatten. Beides wurde nicht gewährt. Mit 9 Leuten füllten wir wieder über 40 Müll- und Glassäcke und ein meßbarer Erfolg war nach zweieinhalb Stunden nicht zu erkennen.  Es drängt sich der Eindruck auf, daß die selbstauferlegten Beschränkungen durch die Antidiskriminierungs-agenda von der Stadtverwaltung selbst praktiziert werden, nämlich an unserer Wählergruppe: Ausgrenzung! Eine mißliebige politische Gruppierung wird ausgegrenzt, indem man ihr am äußersten Stadtrand eine wilde Müllkippe zuteilt, die mit unzureichendem  Personal beackert werden soll. Danach stellt man vorwurfsvoll fest, daß dort anscheinend nichts gemacht wurde, obwohl die gesamte Mannschaft im Schweiße ihres Angesichts, bis zu den Knöcheln im Dreck watend, durchs Gehölz gekrochen ist, um übelriechenden Dreck zusammenzuklauben.

Wir von der Wählergruppe Schneider haben immer betont, uns zugunsten unserer Heimatstadt konstruktiv einzubringen  und wir sind uns keinesfalls zu schade, bei der Müllbeseitigung aktiv mitzumachen. Aus den Erfahrungen der letzten beiden Jahre werden wir jedoch Konsequenzen ziehen.
Beim Dreck-Weg-Tag 2021 wird unsere Teilnahme in besagter Problemzone von zwei Voraussetzungen abhängig sein:

  • Das Dornengestrüpp entlang der Straße wird vorher von der zuständigen Behörde zwecks Zugänglichkeit frei geschnitten.
  • Wir werden mindestens von 50 Helfern –bevorzugt aus den Reihen der Fridays-for-Future-Schulschwänzer – unterstützt. 

Wir rechnen fest mit der Einsicht und Unterstützung seitens der Verantwortlichen und sehen dem nächsten Dreck-weg-Tag hochmotiviert entgegen. Hier eine Kostprobe als Bild:

Als Video:


Matthias Schneider - Bürgerprotest Speyer | ©2018 - Alle Rechte vorbehalten