Heute beim Erklär-Bär: Was ist ein Compliance-Officer?

An Universitäten, ursprünglich Einrichtungen mit dem Ziel durch ergebnisoffene Forschung und freie Lehre zu neuen Horizonten der Erkenntnis aufzubrechen, praktizieren seit einigen Jahren Linksextremisten des ASTA in Komplizenschaft mit einer willfährigen Leitung, offen die Aufgabe der politischen Säuberung. Die Beispiele für den Gesinnungsterror einer studentischen Minderheit sind mannigfaltig, aktuell mußte der AfD-Gründer Prof. Lucke unter Polizeischutz vom Gelände der Uni Hamburg eskortiert werden.
https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/nach-protesten-afd-lucke-unter-polizeischutz-aus-der-uni-hamburg-65387982.bild.html

In Unternehmen werden die Mitarbeiter auf subtilere Weise  auf Linie gebracht. Zur Verschleierung dieser finsteren Absichten, die bei klarer Benennung Abscheu und Widerspruch hervorrufen würden, hat man dafür einen Kontrollbereich geschaffen, der mit dem Fremdwort „Compliance“ verbrämt wird. Wie so oft, kommen Anglizismen gelegen, denn sie klingen grundsätzlich positiv, und als sprachliche Komponente der von den USA seit 1945 betriebenen Reeducation, finden sie meist kritiklos wohlwollende Aufnahme. Nicht sogar, sondern erst recht bei Gewerkschaften und Betriebsräten, denn es geht um die Sicherstellung des gesellschaftspoltischen Konformismus in ihrem Sinn.
Ging es ursprünglich nur um die Vermeidung gravierender, finanzieller Schäden und Ansehensverluste in Folge Gesetzesmißachtung oder Fehlverhalten führender Mitarbeiter, hat sich mittlerweile ein ganzer Compliance-Kosmos entfaltet, der alles und jeden erfaßt, für alle Lebensbereiche zu Wohlverhalten anhält und rigoros Anpassung an gesellschaftliche Normen einfordert.

Dies vorausschickend begrüßen wir heute den „Compliance Officer“ und wollen im folgenden versuchen den semantischen Nebel dieser Berufsbezeichnung zu lüften, um dieser Gestalt und ihrem Wirken eine bessere Kontur zu geben.
Abweichend vom Deutschen bezeichnet „Officer“ im Englischen nicht nur den Inhaber eines militärischen Ranges, sondern auch einen Beamten oder Angestellten in der Verwaltung eines privaten Unternehmens.
Ebenso wie seine Kollegen mit so klangvollen Bezeichnungen wie, Nachhaltigkeitsbeauftragter, Klimaschutzmanager oder Gleichstellungsbeamter, ist er im Wesentlichen der Gattung betrieblicher Parasiten zuzurechnen, denn trotz Machtfülle sind die geleisteten Beiträge zur produktiven Wertschöpfung in der Regel verschwindend gering. 
Damit es nicht zu theoretisch wird, nehmen wir ein reales Beispiel und werfen einen Blick in den Verhaltenskodex eines großen Speyerer Industriebetriebs, welcher im Frühjahr 2019, zu Zeiten des Kommunalwahlkampfes, an alle Mitarbeiter zur Kenntnisnahme verteilt wurde.
Unter dem Titel „Unsere Verhaltens-und Integritätsgrundsätze“  werden die Mitarbeiter im Detail zu ethisch korrektem Verhalten angemahnt, wobei auch das Privatleben nicht ausgeklammert wird, denn, so erfahren wir auf Seite3, ehrenamtliches Engagement in Vereinen und Parteien wird begrüßt, soweit diese nicht der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie allgemein anerkannten Menschenrechten zuwider handeln.
Tatsächlich verhält es sich seit einigen Jahren so, daß das Privileg der dauerhaften Einreise nach Deutschland, ohne Dokumente und Rechtsgrundlage, ebenso wie die Integration der Zugereisten auf Kosten der Steuerzahler, hierzulande wie ein universelles  Menschenrecht gehandhabt wird.
Wer also einer Partei oder Wählergruppe angehört, die dieser Praxis kritisch oder sogar ablehnend gegenübersteht, ist schon in der Konfliktzone der betrieblichen Ethikvorschriften angekommen.

Auf Seite 5 des „Wie-verhalte-ich-mich-richtig-Katalogs“ findet sich die Forderung nach Respekt und es wird klargestellt, daß alle die kulturelle Vielfalt im Unternehmen als Bereicherung zu betrachten haben.
Wir stellen fest: Nicht nur die erbrachte Leistung am Arbeitsplatz und vernünftige Umgangsformen, die den hiesigen Geboten der Höflichkeit entsprechen sind Kriterien, nach denen ein Mitarbeiter beurteilt wird. Um gesinnungsethisch Gleichschritt zu halten, hat er nach der multikulturellen Pfeife im Takt von Bunt und Vielfalt zu tanzen.
Im Endstadium dieses betrieblichen Konformismus steht die Belegschaft vor Arbeitsbeginn im Stillgestanden beim Fahnenappell  und während das Regenbogenpanier am Mast empor flattert
ruft alles auf Befehl des Compliance Officers „Heil Bunt!“

Doch zurück zum Verhaltenskodex, der sinnigerweise wie die biblischen Gebote derer 10 umfaßt.
In Kapitel 10, wird renitenten Freidenkern schon mal die gelbe Karte gezeigt, denn da erfahren wir, daß der Verstoß gegen die beschriebenen Regeln gravierende rechtliche Konsequenzen auch für Mitarbeiter zur Folge haben kann. Im Klartext: Abmahnung , Kündigung und Arbeitsplatzverlust.

Doch damit nicht genug. Um Anpassung und Willfährigkeit raumgreifend durchzusetzen, hilft es eine Atmosphäre des Mißtrauens und der gegenseitigen Bespitzelung zu fördern. Daher werden alle Mitarbeiter ausdrücklich ermutigt den Compliance Officer anzusprechen, sollten sich Kollegen nicht regelkonform verhalten.  Dem folgt die unverhohlene Aufforderung zum Denunziantentum, denn es wird sogar darauf hingewiesen, daß die Mitteilungen anonym erfolgen können und vertraulich, mit Sorgfalt behandelt werden.
               
Im speziellen Fall unseres Speyerer Industriebetriebes kommt erschwerend hinzu, daß ein bedeutender Kunde seinen langjährigen Großauftrag, mit einem  Volumen von ca.  40 Prozent der Wertschöpfung, nicht verlängern wird. Gelingt es nicht diese Auftragslücke in Bälde zu schließen, stehen mehrere hundert Arbeitsplätze zur Disposition.

Wer die Zeichen der Zeit zu deuten versteht weiß, daß er sich ab jetzt bei der Maloche nur noch über Bundesliga, Wetter, Discounter-Schnäppchen oder ähnlich banalen Flachsinn unterhalten sollte, denn die Pfade durch das verminte Gelände der politischen Korrektheit und zwangsverordneten Gesinnungskonformität sind schmal und ein Fehltritt kann gravierende Folgen haben. Ein politischer Kommentar, ein zotiger Herrenwitz, eine abfällige Bemerkung im falschen Moment, mißverstanden oder böswillig verdreht, schon setzen sich Zuträger in Bewegung und werfen beim Compliance Officer in den Kummerkasten einen Zettel, mit einem Namen drauf und abstoßenden Beschuldigungen über Sexismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, Rassismus, Nazi-Kram und weiß der Teufel was sonst noch.
Der Name kommt auf eine Liste und das verheißt für die Zukunft nichts Gutes.

So traurig und abstoßend das alles ist, immerhin wissen wir jetzt über den Compliance Officer bescheid. Eigentlich ist er ein alter Bekannter, der nur einen neuen Namen angenommen hat. In Zeiten der DDR hieß er IM und war im Auftrag der Stasi unterwegs, davor war es der Blockwart im Dienste der DAF.
Auch der Zuträger ist eine zeitlose Erscheinung, denn schon 1848 wurde er in der dritten Strophe eines Gedichtes gewürdigt:

Hütet euch vor Liberalen, die bei schwelgerischen Mahlen
Turm der Freiheit sich genannt.
Aber dann für einen Titel, Zensor werden oder Büttel
oder gar ein Denunziant.


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