Was haben wissenschaftliche Erkenntnisse mit Mehrheiten zu tun ?

Die Antwort ist klar: NICHTS
So einfach die Frage zu beantworten ist, es gibt doch einen Grund warum sie hier gestellt und erörtert wird. Beginnen wir von vorne.
Vergangene Woche wurde von der Tagesschausprecherin die Haltung der AfD zur Klimadiskussion, insbesondere von deren Vorsitzenden Alexander Gauland kommentiert, wonach dieser sinngemäß ernsthafte Zweifel geäußert habe, daß das menschengemachte CO2 die maßgebliche Ursache des Klimawandels sei.
Kommentar der Tagesschausprecherin: „Damit stellt sich Gauland (bzw. die AfD) gegen die Mehrheit der Wissenschaftler.“
Bevor ich auf diese Mehrheit näher eingehen will, ist festzustellen, daß alle öffentlich-rechtlichen Sender in der Klimadiskussion eindeutig Parteinahme betreiben, d.h. auf Greta- und Regierungslinie und keinesfalls neutral sind. Schlimmer noch, die Zuschauer, von denen sie über eine sog. Demokratieabgabe bezahlt werden, müssen sich für ihr Geld auch noch subtil an der Nase herum führen lassen.
Wann immer von fossilen Kraftwerken und deren klimaschädlichem CO2-Ausstoß die Rede ist, werden solche Bilder

eingeblendet und im gleichen Atemzug gigantische Zahlen von Abermillionen Tonnen CO2  zitiert, deren Zerstörungswerk über kurz oder lang im Weltuntergang mündet.
Das prägt sich ein, legt sich aufs Gemüt, ist pure Verarschung und so gewollt, denn das was aus Kühltürmen oben in wolkigen Schwaden herauskommt, ist Wasserdampf und kein Kohlendioxid.

Doch fahren wir fort bei der Suche nach der „Mehrheit der Wissenschaftler“, welche anscheinend den Stein der Weisen verkörpert.

Die Wählergruppe „Aufbruch Bruchsal“ sucht seit Juli, also seit 3 Monaten, Teilnehmer für eine ergebnisoffene und gleichberechtigte Podiumsdiskussion zur Frage, ob und inwieweit der Klimawandel durch das vom Menschen verursachte CO2  maßgeblich beeinflußt wird. Die eindeutige Beantwortung dieser Frage ist aufgrund der Komplexität der kausalen Zusammenhänge  nicht nur äußerst schwierig, sondern hinsichtlich der aktuellen, von Panik geprägten Klimapolitik  von entscheidender Bedeutung. Denn wenn sich das Gegenteil oder die Nichtbeweisbarkeit der CO2-These herausstellen sollte, daß nämlich andere, z.B. kosmische Ursachen, die bestimmenden Faktoren sind, wären die extrem kostspieligen und  gleichzeitig  Wirtschaft und Gesellschaft stark beeinträchtigenden Maßnahmen kaum zu rechtfertigen.

In der Person des Buchautors Prof. Horst-Joachim Lüdecke war schnell ein Diskutant gefunden, der bereit ist die Position des Klimawandelkritikers einzunehmen. Die Suche nach einem Gegenpart verlief ergebnislos, die meisten Anfragen wurden mit Absagen quittiert oder blieben unbeantwortet.

Bezeichnend die Stellungnahmen bzw. Gründe, die von zwei Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vorgetragen wurden.
Dr. Schipper, Meteorologe und Leiter des Süddeutschen Klimabüros am KIT, forderte zuerst das Podium müsse zu 96% mit Vertretern der Pro-Position besetzt werden, da dies den Verhältnissen  unter den Vertretern der Wissenschaft entspreche. Eine völlig unsinnige Forderung, da bei der Ergründung naturwissenschaftlicher Wahrheiten, mehrheitsdominierte Abstimmungen kaum zu einem ernstzunehmenden Ergebnis führen werden.

Als er dann erfuhr, daß sein Kontrahent Prof. Lüdecke sei, sagte er seine Teilnahme mit der Begründung, „er renne doch nicht ins offene Messer“ kurzerhand ab.
Nun, Messerstechereien erfreuen sich hierzulande im Alltag einer zunehmenden Beliebtheit, um Kontroversen und Ehrenhändel auf der Straße auszutragen, im vorliegenden Falle war jedoch eine sachliche und faire Diskussion beabsichtigt und ausdrücklich zugesagt worden.

Der nächste Forscher, der sich zu einer persönlichen Kontaktaufnahme herabließ, war Prof. Orphal, Physiker und Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung am KIT. Er ließ zuerst über sein Sekretariat vorfühlen, um auszuloten, wie die Wählergruppe denn zur AfD stünde. Abgesehen davon, daß „Aufbruch Bruchsal“ völlig unabhängig ist, dürfte das dem Spurengas CO2, dem Klimawandel und den Naturgesetzen ziemlich egal sein. Immerhin kam es zu einem persönlichen Telefonat mit Frau Schmidt, dem Bruchsaler Ratsmitglied der Wählergruppe, in dessen Verlauf ihr von Prof. Orphal ein fragwürdiges Verhältnis zur Demokratie unterstellt wurde. Eine Diskussion mit Prof. Lüdecke wurde mit der Begründung abgelehnt, dieser sei in der Klimaforschung kein Fachmann. Anstatt zu frohlocken, daß er, nach eigener Einschätzung, mit einem zweitklassigen Kontrahenten konfrontiert worden wäre, sagte er schroff ab.

Was können wir aus alldem folgern?

  1. Die sog. wissenschaftlichen Vertreter der These vom anthropogenen Klimawandel scheinen mit ihrer Argumentation und ihren Forschungsergebnissen auf sehr dünnem Eis zu stehen. Denn wie anders ist es zu erklären, daß sie dem sachlichen, öffentlichen und fairen Diskurs ausweichen?
  2. Aus dem gleichen Grund wird von den tonangebenden Kreisen in Politik und Medien krampfhaft versucht, ein Thema, das grundsätzlich einer naturwissenschaftlichen Beurteilung unterliegen sollte, umzubetten in einen Rahmen, wo demokratische Mehrheiten über richtig und falsch entscheiden. Auf diese Weise markiert man Kritiker und Zweifler als Feinde der Demokratie und stellt sie ins moralische Abseits. Einmal als Unperson diskreditiert, muß man sich mit ihren Sachargumenten nicht mehr auseinandersetzen.

Letztere Methode hat sich bei der Euro- und Migrationskrise bestens bewährt. Kritiker der Einheitswährung und der desaströsen EZB-Geldpolitik sind Anti-Europäer, Kritiker der illegalen Masseneinwanderung sind Fremdenfeinde und werden in die braune Schmuddelecke verwiesen, wo sich seit neuestem auch die Klimaleugner ein Stelldichein geben.

Vollbesetzt mit diesen Wissenschaftlern und Mehrheiten, im Gepäckraum teure Klimapakete, fährt der  Klimaschutz-Zug seit zwei Jahrzehnten mit Hochgeschwindigkeit in Richtung eines gesellschaftlichen Totalumbaus. Endstation: Diktatorischer Ökosozialismus.

Im Rausch der Geschwindigkeit verhallt ungehört das Schiller-Wort: „Mehrheit ist der Unsinn. Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.“

Die besagte Veranstaltung der Wählergruppe „Aufbruch Bruchsal“ wird trotzdem stattfinden und zwar am:

Mittwoch, den 30.Oktober um 19Uhr30 im Bürgerzentrum Bruchsal, Seminarraum 1.

Termin bitte vormerken, detaillierte Einladung folgt.


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