Neue Stundenpläne braucht das Land

Der politische Irrsinn treibt hierzulande immer tollere Blüten.

Die versammelte Obrigkeit der Republik, angefangen beim Bewohner von Schloß Bellevue über den Bundeshosenanzug Merkel, bis hinunter zu den Granden in den Gemeinden, hat die Schulpflicht zum Ausnahmezustand erklärt und lobt Schulschwänzer dafür, daß sie im Dienste der Weltenrettung demonstrieren, anstatt zu lernen. So auch in Speyer am letzten Freitag, den 15.März.

Ausgelöst wurde dieser Hype, dieser neueste Auswuchs politischen Infantilismus‘ von einem pubertierenden Girlie mit Pipi-Langstrumpf-Zöpfen aus Schweden und cleveren PR-Leuten der Klimalobby im Hintergrund. Dank letzteren hat die mediale Verehrung von Klima-Greta als Heilsbringerin, inzwischen Ausmaße angenommen, die bisherige Top-Favoriten wie Papst Franziskus oder Mutter Teresa vergleichsweise alt aussehen lassen.
Wenn es dem linksgrünen Schülernachwuchs wirklich um hehre Ziele ginge, dann wären sie bereit Opfer zu bringen, indem sie nämlich am Wochenende, oder nachmittags in ihrer Freizeit, demonstrieren würden. Stattdessen wird die Verletzung der Schulpflicht und das Hochhalten von Pappschildern mit dümmlichen Parolen, wie „Fuck the System, not the Climate“, als eine hohe moralische Handlung verbrämt.

Nun, Dummheit und moralisierende Eiferer haben schon immer gerne zueinander gefunden. Opportunistische Politiker, die der Masse nach dem Maul reden und auch unbedingt zum Klimaretter geadelt werden wollen, dürfen bei diesem kollektiven Wohlfühl-Theater nicht fehlen.
Stattdessen wären strenge Maßnahmen angesagt, um der Schulpflicht, die hierzulande übrigens eine Gesetzesnorm darstellt, Geltung zu verschaffen. Aber in einem Land, wo der dauerhafte Rechtsbruch zur Geschäftsgrundlage der Regierung geworden ist, sollte man darauf nicht hoffen.

„Warum lernen, wenn es keine Zukunft gibt?“ Diese Stellungnahme eines Mitorganisators reiht sich nahtlos ein in das Lebensgefühl der „Yolo“- Generation, die mit dem You-Only-Live-Once-Motto die Dauerparty zum primären Lebenszweck erkoren hat. Die Parole „Wir streiken, bis ihr handelt“ läßt ahnen worauf das hinausläuft. Auf einen Dauerstreik zu Lasten der Bildung. Denn der Klimawandel, erdgeschichtlich ein Dauerzustand und im Wesentlichen von kosmischen Einflüssen abhängig, schert sich einen Dreck um die neue Ersatzreligion „Klimaschutz“.
So wird es mit dem Bildungsniveau weiter bergab gehen. In einem rohstoffarmen Land wie Deutschland, das angewiesen ist auf kluge Köpfe mit guten Ideen, aus denen in Verbindung mit Fleiß und Ingenieurkunst, konkurrenzfähige Produkte entstehen, läßt das für die Zukunft nichts Gutes ahnen.

Für die „Klimaretter“ könnte das bedeuten, daß die Party schneller zu Ende ist, als ihnen lieb ist. Nämlich dann, wenn ihre Eltern sie nicht mehr durchfüttern können, weil sie arbeitslos sind, wenn auch bei Oma und Opa nichts mehr zu holen ist, weil diese als Armutsrentner Flaschen sammeln. Wenn man dann nichts Vernünftiges gelernt hat, um sich den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, ist die eigene Zukunft schneller vorbei als der Klimawandel. Wenn‘s ganz dumm läuft, strandet man als Obdachloser unter einer Brücke. Hebt also Eure Pappschilder und vollgeschmierten Betttücher vorsorglich mal auf, da könnt ihr Euch drauflegen und zudecken wenn’s dann mal soweit ist.

Zitat Broder: „Wenn man Deutschland überdachen könnte, wäre es eine geschlossene Anstalt.“

Nun, wir von der Wählergruppe Schneider sind immer um Lösungen bemüht und haben deshalb als Diskussionsbeitrag für die kommende Bildungsreform schon mal einen neuen, zukunftsweisenden Stundenplan entworfen.

Stundenplan für Weltenretter, gültig bis zu Beginn der Sommerferien 2019

https://buergerprotest.artscan-server.de/wp-content/uploads/2019/03/Schule-schwänzen-zwecks-Weltenrettung.pdf

22.3.2018/ Matthias Schneider


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