Bunt und Vielfalt… (Teil 2)

Wenden wir uns der Vielfalt zu, dann ist zu allererst festzustellen, daß dieser Begriff, wie viele andere andere aus dem Phrasenkatalog der linksgrünen Propaganda, so schwammig und unpräzise ist, daß jeder etwas Positives damit verbinden kann. Das ist überaus praktisch, denn so können die politischen Rattenfänger, welche Vielfalt als glückseligmachend ebenso unreflektiert wie lautstark propagieren mit einer großen Gefolgschaft rechnen.

Da sind zum einen die Unbedarften, denen durchaus zuzustimmen ist, wenn sie Vielfalt, im Sinne mannigfaltiger, kultureller und konsumorientierter Angebote, als etwas Erfreuliches wahrnehmen.
Verschiedene Restaurants mit vielfältigen Gerichten auf der Speisekarte, zahlreiche Fernsehsender zur Auswahl, allerlei Vereine, Kinos und Freizeitvergnügungen, ein vielfältiges Warenangebot, das alles macht eine Vielfalt aus, die als Alternative zu Langweile und Tristesse gerne in Anspruch genommen wird.  In diesen Kategorien denken die Vielfalt-Befürworter, die dank ihrer geistigen Einfalt, mit diesem Begriff nur Konsum und Party verbinden. Ficken, Fressen, Fernsehen ist die Dreifaltigkeit ihres Daseins, in der Masse leicht lenkbar, sind sie so lange zufrieden, wie sie satt und nicht gelangweilt sind.

Die gemäßigten Akteure des Politbetriebs benutzen „Vielfalt“ gerne als Argument gegen eine deutsche Leitkultur bzw. die Stärkung deutscher Tugenden. Als Beispiel sei Frank Walter Steinmeier genannt, der 2007 die CDU-Programmforderung nach einer deutschen Leitkultur als „Quatsch“ bezeichnete, verbunden mit dem Bekenntnis, daß er außer Bratkartoffeln und Weihnachtsgans auch Pizza und Paella mag und sich so flachsinnig daher schwätzend, freiwillig auf das Niveau der Einfältigen hinab begab. Lassen wir die Frage offen, ob er dies aus Berechnung tat, um volkstümlich zu wirken oder zu beweisen, daß es keiner geistigen Größe bedarf, um in der Bundesrepublik ein hohes politisches Amt zu bekleiden.

In den radikaler ausgerichteten politischen Gefilden, den linksgrünen Gutmenschenclubs der sog. zivilgesellschaftlichen Bündnisse, ist „Vielfalt“ trotz seiner Unschärfe ein politischer Kampfbegriff. Vielfalt steht gleichbedeutend mit Multikulti als positiver und zukunftsweisender Gegenentwurf zum biologisch begründeten, homogenen Staatsvolk, dem die bösen Rechten, in einem ewig gestrigen Rassenwahn verfangen, unverbesserlich anhängen. Unter diesen Prämissen ist jeder, der an Multikulti und Vielfalt auch nur zu zweifeln wagt, schnell in die rechte Schmuddelecke entsorgt, wo er mit einer braunen Eselsmütze auf dem Kopf vor sich hin schmollen darf.
Bemerkenswert, insbesondere bei den linksradikalen Vertretern dieses Milieus, ist die mit ideologischer  Verbohrtheit verbundene Unfähigkeit, den offenen Widerspruch der eigenen Dogmen zu erkennen: Hier die Forderung nach „Vielfalt“, während aus den  linksradikalen Kreisen desselben Milieus die absolute Gleichheit, im Sinne des sozialistischen Einheitsmenschen als Endstufe der Daseinsfindung, unverzichtbares Dogma ist.
Um zu erkennen, daß  letzteres eine Utopie in Reinstform ist, dazu braucht man keine Brille und keinen Studienabschluß.  Das Scheitern aller sozialistischen (die internationalen ebenso wie die nationalen) Menschheitsexperimente ist eine historische Tatsache, von den Abermillionen Toten ganz zu schweigen.
Wie ein krankhafter Reflex ertönt aus diesen Kreisen der Vorwurf des „Rassismus“ wenn auf die offensichtlichen Unterschiede hingewiesen wird, durch die sich die vielfältigen Bewohner dieses Planeten unterscheiden. Man muß nur einen Polynesier neben einen Pygmäen und einen Nordeuropäer stellen, um zu verstehen von was hier die Rede ist.

Ein weiteres Paradoxon besteht darin, daß in diesen Kreisen die lautstark und penetrant geforderte Vielfalt überhaupt nichts gilt, wenn sie als die Meinungsvielfalt Andersdenkender daherkommt. Meinungen, die aus der politisch korrekten Engführung der vorherrschenden Gesinnungsdiktatur ausscheren, bekommen nicht das Prädikat „Vielfalt“, sondern werden im öffentlichen Diskurs als  „Haß und Hetze“ ausgesondert und die Verkünder derselben dürfen sich in der braunen Schmuddelecke dazu stellen.

Merke: Die naiven Vielfalt-Befürworter verwenden dieses Stichwort immer im positiven Sinne wie Rosinenpicker, die sich aus einem umfangreichen Angebot das passende aussuchen.
Für die mächtigen Strippenzieher im Hintergrund ist es ein Täuschungsbegriff (Vielfalt = Diversitiy), der vom politisch-medialen Kartell gezielt und arglistig benutzt wird, um multiethnische Gesellschaften zu verwirklichen und gleichzeitig, gezielt die Vielfalt von Völkern und Kulturen einebnen.

Beide Gruppen, die Naiven und die Arglistigen, sind ideologisch befangen, weshalb sie nichts mehr hassen als mit der Realität konfrontiert zu werden, nämlich den Folgen der unkontrollierten und ungebremsten  Masseneinwanderung aus archaischen und bildungsfernen Kulturkreisen, wie z.B.:

  • Verlust der inneren Sicherheit durch steigende Kriminalität und Terrorgefahr
  • Be- und Überlastung der Sozialsysteme, bis zu deren faktischem Ausfall  
  • Rückgang des Bildungsniveaus
  • Einschleppung exotischer Krankheiten
  • Entwicklung von Parallelgesellschaften
  • regionale Clanherrschaft und die Ausbreitung von No-Go-Areas
  • gesellschaftliche Destabilisierung, bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Verteilungskämpfen

Diese Auflistung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und über jeden dieser Punkte könnte man eine umfangreiche Abhandlung schreiben. Sie zeigt aber eine Vielfalt von Problemen, die von den Apologeten von Vielfalt und Multikulti grundsätzlich ausgeblendet oder negiert wird.

25.10.2018/Matthias Schneider


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