Ein Abend in der Grünen Heimat

„Heimat wird nicht weniger, wenn man sie teilt“. Mit diesem Zitat vom GRÜNEN Landesvater Kretschmann, war die grundlegende Botschaft und das intellektuelle Niveau dieser als Podiumsdiskussion getarnten Alibiveranstaltung zum Thema Heimat vorgegeben. Man fühlte sich an Zeiten erinnert, als die grün dominierte Friedensbewegung mit Halbsätzen wie: „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“, die Konfliktbewältigung des Kalten Krieges betrieb.
So glich der erste Teil des Heimatabends im Schwetzinger Palais Hirsch einer Mischung aus inszenierter Talkrunde und der rituellen Selbstvergewisserung einer sektenähnlichen Gemeinschaft. Frau Baerbrock, Vorsitzende von den GRÜNEN und Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter des Landes BW und Hansdampf in allen Gassen der CDU, wenn es um Migrantenintegration und Islamversteheritis geht, unterhielten das geneigte Publikum mit einer bunten Mischung aus kindischen Histörchen und flachsinnigen Botschaften, garniert mit den sattsam bekannten Bekenntnissen zu Europa als Friedensprojekt, Klimaschutz statt Weltuntergang und offenen Grenzen für jedermann.

Dr. Blume beeindruckte mit der Weisheit, daß der Mensch per se nicht gut zu sein scheint.
Diese Erkenntnis vom Format einer höheren Banalität, erschloß sich dem promovierten Religionswissenschaftler nicht während eines Vorseminars beim Studium, sondern erstaunlicherweise erst jüngst, aufgrund der zahlreichen, vulgären Haßreden im Internet,  geäußert von bösen, Rechtspopulisten. In seiner Realitätswahrnehmung abgeschottet wie hinter dicken Klostermauern, käme es Dr. Blume nie in den Sinn, daß sich das Böse im Menschen auch anderswo manifestieren könnte, z.B. bei Vergewaltigungen, Sexattacken auf dem Kölner Domplatz, schwerer Körperverletzung, Ehrenmorden, Messerattacken, Ins-Koma-Treterei und anderen Gewalttaten, allenthalben begangen von jungen Männern aus archaischen, islamischen Kulturkreisen.

Auf der gleichen Wolke der Wirklichkeitsverweigerung dahinschwebend, stellte er im Brustton der Überzeugung fest: Eine Islamisierung Deutschlands wird nicht stattfinden. Daß an vielen Schulen mit überwiegend muslimischen Kindern keine Gerichte mit Schweinefleisch mehr angeboten werden und die Kantinen  während Ramadan geschossen sind, das sind Tatsachen, die für politisch korrekte Heilsprediger wie Dr. Blume unter Tabu gestellt werden.

Wo und wie sich die Grünen zum Thema Heimat positioniert haben, sollte jedermann klar sein, der die Bundestagsvizepräsidentin C.Roth im November 2015 bei einer Antifa-Demo mitlatschen sah, wo die Parolen „Deutschland Du mieses Stück Scheiße“ und „Deutschland verrecke“ skandiert wurden. Auch der neue Co-Vorsitzende R.Habeck bläst ins gleiche Horn,  wenn er in seinem Buch „Patriotismus-ein linkes Plädoyer“ bekennt: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen, ich wußte mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht“.

Bei so viel Verachtung für die deutsche Heimat war es nicht verwunderlich, daß über das zentrale Thema des Abends entsprechend wenig substanzielles mitgeteilt wurde. Wenn überhaupt, dann waren die Botschaften so flach wie ein Bierdeckel.

Wo’s nicht paßte wurde es passend gemacht und die Wahrheit gebeugt oder auch mal gelogen.
Die unkontrollierte Masseneinwanderung Hunderttausender ohne Pass und gültige Visa  seit Sommer 2015 wurde von Frau Baerbock als völlig rechtmäßig, weil in Einklang mit dem Europäischem Recht, erklärt.  Grundgesetz Artikel 16, Dublin-3-Abkommen, Einreisebestimmungen, etc., all das existiert nicht für die grüne Bundestagsabgeordnete und entstammt allein der Vorstellungswelt finsterer Verschwörungstheoretiker.  Und erneuerbare Energien wie Windkrafträder brauchen wir dringender denn je, weil wir von Kohle und Atomstrom weg müssen. Daß Energie nicht erneuerbar, sondern nur umwandelbar ist, wird von den Grünen Gurus ebenso geleugnet  wie die Tatsache, daß der Wind nicht immer bläst und die Sonne nachts nicht scheint. Man kam aus dem Staunen nicht heraus.

Dem  Publikum, überwiegend Sympathisanten, gefiel es trotzdem, offenbar hat man sich in diesen Kreisen im Dauerzustand des betreuten Denkens eingerichtet, ein geistiger Dämmerzustand zwischen komatöser Realitätsverweigerung und schläfrigen Wiederkäuens des ewig selben Breis. Man gewahrte sich in der Wohlfühlzone linker Kleinkunstbühnen, wo sich alle einig sind und jeder brav mitklatscht weil‘s eben alle machen, auch wenn man die Pointe nicht kapiert hat.

Damit war Schluß, als die Diskussion eröffnet  wurde. Nach den ersten drei kritischen Fragen war es mit der Freude an Vielfalt, diesmal in Form abweichender Meinungen, dann auch schnell vorbei. Unter dem Vorwand abendlicher Schwüle und allgemeiner Erschlaffung wurden anstandshalber nur noch zwei Fragen zu gelassen. Dies führte bei einzelnen, die insbesondere wegen der Diskussion und weniger zum klatschen gekommen waren, zu lautstarken Unmutsäußerungen.

Was lernen wir daraus?

Mit solchen, leicht durchschaubaren Alibiveranstaltungen wollen die Grünen in Zeiten wachsender Ungewißheit verlorenes Gelände zurück gewinnen.  Wichtige Themen wie Heimat, Vaterland, Volksgemeinschaft, Nation, kulturelle Identität u. dergl. mehr, sind der linksgrünen Pseudoelite abhanden gekommen und werden im öffentlichen Diskurs von Anderen besetzt. In der politischen Auseinandersetzung nennen sie diese Anderen „Rechte“, um sie als die Bösen zu stigmatisieren. Dieses „Framing“ funktioniert nicht mehr.

Die Mehrheit im Volk will kein Gender-Mainstreaming mit 4000+x Geschlechtern zur Auswahl und keine Heimat, die ein beliebiger Tummelplatz ist, den man nach den Geboten der Pseudoreligion „Multikulti“  mit jedem dahergelaufenen teilen muß und wo die Regeln des Miteinander täglich neu verhandelt werden. Statt Beliebigkeiten will die Mehrheit Gewißheiten zu den Fragen „Wer bin ich“ und „wo gehöre ich dazu“. Heimat ist darauf eine wichtige Antwort. Weder  GRÜNE noch LINKE können da einen Beitrag zur Orientierung leisten. Denn die reden von Heimat, so wie Blinde Farben erklären.

Matthias Schneider/10.8.2018

 


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